Alpenmurmeltier (Marmota marmota)

Projekt "Alpenmurmeltier" im Val Frisal (Breil/Brigels)

Informationen zum Projekt "Alpenmurmeltier"

Mein bisher anstrengendstes Fotoprojekt!

Während zweier Tage besuchte ich die Alpenmurmeltiere im 1900 m. ü. M. liegende Val Frisal in Breil/Brigels. Die schwere Ausrüstung musste in den hintersten Winkel des Tals geschleppt werden, wo sich die Murmeltiere aufhielten. Obwohl ich ihre aktiven Bauten kannte, hielten sich die Tiere anfangs versteckt. Die äusserst scheuen Nager bemerkten die kleinste "Gefahr" und warnten einander mit ihren typischen "Pfeiflauten". Dies machte das Fotoshooting zur Geduldsprobe und Glückssache. Trotzdem sind ein paar Bilder und ein kurzes Video entstanden. Das lange Warten und die körperlichen Strapazen wurden freundlicherweise belohnt.

 

 

 

Informationen zum Val Frisal

Das mehr als 3 km lange Hochtal Val Frisal liegt auf 1900 m ü. M und ist eine geschützte Moorebene mit Wildasyl. Es wurde in die Inventare der Flachmoore und Gletschervorfelder von nationaler Bedeutung aufgenommen. Die weite Ebene mit dem muldenförmigen Gletscherabschluss sowie die vielen schlängelnden Bäche, die sich auf der gesamten Ebene wie Lebensadern ausbreiten und bis hinauf zu Gletschern und Schneefeldern reichen, geben dem Val Frisal den meditativ natürlichen Charakter. (Quelle)

 

 

Informationen zum Alpenurmeltier

Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota) ist ein vor allem in den Alpen verbreitetes Nagetier. Es ist nach dem Biber und dem Stachelschwein das drittgrösste in Europa vorkommende Nagetier. Jungtiere des Alpenmurmeltieres erreichen in der Regel im dritten Jahr ihre Geschlechtsreife und verlassen frühestens dann ihren Familienverband. Bedingt durch diese späte Abwanderung der Jungtiere leben Murmeltiere sozial in Gruppen zusammen, die bis zu 20 Individuen umfassen können.

 

Alpenmurmeltiere sind typische Vertreter einer eiszeitlichen Tierwelt, die während des Pleistozäns auch im europäischen Tiefland zu finden waren. Heute sind sie als sogenanntes Eiszeitrelikt in ihrer Verbreitung auf Gebirgshöhenlagen begrenzt, da sie nur hier geeignete Umweltbedingungen finden. Ein sechs bis sieben Monate währender Winterschlaf ermöglicht ihnen die Besiedelung dieser unwirtlichen Regionen. Während des Winterschlafes leben sie ausschließlich von körpereigenen Fettreserven. (Quelle)